105 Jahre Auer Geigenmusi
105 Jahre Auer Geigenmusi – wie reimt sich das zusamm?
2026 feiert die Auer Geigemusi mehrere Jubiläen und genießt die vielen Jahre der gemeinsamen Volksmusik.
1981 hatte Georg Rock, ehemals Leiter der Grundschule Au und der Auer Volkshochschule die Idee Musikgruppen im Ort zu gründen.
Er startete einen Aufruf um die Musikantinnen und Musikanten im Ort zusammen zu holen.
Sein eigentliches Ziel war eine „Stubenmusi“. Zu dem ersten Abend fanden sich viele Musikantinnen ein, so auch Ludwig Ossiander (Geige), Ludwig Fichtner (Geige), Ernst Hofmann (Kontrabass), Karl Schmid (Gitarre), Heiner Barth (Gitarre), Liebel Karl (Zither), Birgit Maier (Akkordeon) und Astrid Högel (Akkordeon). Schon nach kurzer Zeit entstand daraus mit Ludwig Ossiander, Ludwig Fichtner, Ernst Hofmann und Karl Schmid die Auer Geigenmusi.
Bis heute spielt die Auer Geigenmusi fröhliche und ursprüngliche Volksmusik aus der Holledau, die geprägt ist von Zwiefachen, Polkas, Walzer, Volkstänzen.
Karl Schmid war früher Discjockey in der Hallertauer Tenne dem legendären Beatlokal und trotzdem zog es ihn mit seiner Gitarre und Quetschn zur Volksmusik. Er ist der Motor der Gruppe. Kontaktet andere Gruppen, hat immer die Auer Geigenmusi im Kopf dabei und so kamen wunderbare Kontakte zu in- und ausländischen Musikgruppen zustande. Viele Hoagartn sind dadurch immer abwechslungsreich und lebendig gestaltet. Dass ihn des Öfteren die „Muse“ küsst, spiegelt sich in seinen „Selbergstrickten“ wie der Bockerl-Polka, Marsch nach Ungarischwall, Holledauer Driefacher, Wiggerl Zwiefacher, oder dem Stück Pumpernudl Boarischer wieder, um nur einige zu nennen.
2001 kam Barbara Prügl zur Musik. Die erste Frau im „Ensemble“ und seitdem 1. Geige in der Gruppe. In ihrer niederbayerischen Heimat mit Volksmusik und Volkstanz groß geworden, liebt sie dieses Genre. 2006 wurde mit Gabi Heimgärtner die 2. Geige verstärkt. Beide sind zudem sehr gute Sängerinnen, was sich in ausdrucksstarkem Gesang zeigt.
2006 hat die Auer Geigenmusi Ludwig Ossiander verabschieden müssen. Durch seine vielen pointierten Sprüche ist er bis heute sehr lebendig in der Gruppe. Ludwig war bis zum Schluss der Grand Seigneur der Formation. Stets höflich und freundlich, mit verschmitztem Humor war er bis zu seinem Lebensende ein „aktives“ Mitglied im Ensemble.
Eberhard Beyer ist seit 10 Jahren Mitglied in der Auer Geigenmusi. Zuerst war er lange Zeit der „Bassettl-Spieler“, aus gesundheitlichen Gründen spielt er heute die Gitarre.
Den Bass übernimmt seit 5 Jahren Johannes Prügl an der Tuba.
So können heuer die Jubiläen gefeiert werden: 45 Jahre Karl Schmid, 25 Jahre Barbara Prügl, 20 Jahre Gabi Heimgärtner, 10 Jahre Eberhard Beyer und 5 Jahre Johannes Prügl.
2005 erhielt die Auer Geigenmusi einen Kulturpreis des Landkreises Freising. Kreisheimatpfleger Rudolf Goerge blieb es vorbehalten, die Preisträger vorzustellen und zu würdigen. Bezüglich der "Auer Geigenmusi", wusste Goerge von einer "Herz erfrischenden, ursprünglichen Art des Musizierens" zu künden.
Das große Anliegen der Auer Geigenmusi ist es, die echte Volksmusik weiter zu tragen, sie zu schätzen, ohne sich dabei dem „Neuen mit dem gebotenen Respekt zu verschließen. Ihnen ist wichtig, dass das Musikantische und das Leben in der Musik nicht durch Perfektion verloren geht. Durch Stücke aus verschiedensten Regionen versuchen sie Farbe in ihr Spiel zu bringen. Im Vordergrund steht für sie aber die gute Freundschaft und „d´Freid an da Musi“! Erst am Pfingstwochenende haben sie beim DRUMHERUM Volksmusikfestival in Regen die Holledau vertreten.
Zur Jubiläumsfeier gibt es am 12.09.2026 um 16:00 Uhr ein kleines Standkonzert am Marktplatz. Danach geht es mit der Straßberger Kutsche zum Tapferen Schneiderlein nach Hirnkirchen. Dort wird gegessen, gesungen und musiziert – wie es sich halt für die Auer Geigenmusi gehört. Dazu sind Gäste aus nah und fern recht herzlich eingeladen!